Etappe 23 – Nordosten USA


Brooklyn NY – Allaine State Park NJ – Philadelphia PA – Parksburg PA – Intercourse PA – Litiz PA – Lancaster PA – Greenbelt Park MD – Washington D.C. – Frederick MD – North Tonawanda NY 

Um der Kälte immerhin etwas zu entfliehen, haben wir uns in Brooklyn einen Campervan gemietet und das Rad in einem warmen Keller zwischengelagert. Wie sich herausstellt, nicht ganz das neuste Modell, aber es wird wohl schon reichen und hoffentlich unser Budget etwas schonen. Zusätzlich decken wir uns in New York noch mit warmen Kleidern ein. In der ersten Nacht stellt sich heraus, dass der Sommer hier im Norden definitiv vorbei und eine Decke zusätzlich zum Schlafsack mehr als angebracht ist. 
Unser funky Campervan
Philadelphia ist die erste grosse Stadt, welche wir im Osten etwas genauer unter die Lupe nehmen. Hier gibt es viele Spannende Dinge zu entdecken, die vor allem mit der Gründung der USA zusammen hängen. Viele der Gebäude sind sogar mal richtig alt und wurden nicht erst Anfangs 20. Jahrhundert gebaut wie an der Westküste. Neben all dem politischen Zeug gibt’s auch noch einen Zoo um sich die Zeit zu vertreiben. Eigentlich schon was cooles! Jedenfalls wenn der letzte Zoo Besuch schon einige Jahre her ist und die Erinnerungen daran nur ganz verschwommen bis gar nicht vorhanden ;-) Hier in Philly haben sie sich sehr Mühe gegeben! Die Affen haben einen „Auslauftunnel“ in welchen sie oberhalb der Köpfe der Besucher durch den Zoo spazieren können. Das selbe gibt’s für die Löwen! So haben auch diese eine Möglichkeit den Rest des Zoos zu erkunden. Die meisten Tiere sind aber im Moment im warmen untergebracht, zum Glück für uns! Wir sind auch froh, können wir uns zwischendurch aufwärmen.
Miau
In Pennsylvania fahren wir durch das Amish-Country. Viel Farmland und viele Kutschen! Hier soll es die grösste Population der Menoniten und Amischen  Glaubensgemeinschaften geben. Die Amischen sind hauptsächlich bekannt, da diese jegliche Form des technologischen Fortschritts ablehnen. Einen Grossteil dieser Menschen haben Wurzeln in der Schweiz oder Süddeutschland und sind im 18. Jahrhundert in die USA ausgewandert, da dieselben verfolgt wurden. Angeblich sollen die Amischen ein Pennsylvaniadeutsch reden, also nimmt es uns natürlich wunder, ob dieses Deutsch unserem ähnlich ist und ob wir etwas davon verstehen können. Wie durch Zufall treffen wir in einem Menoniten Infocenter auf eine Gruppe Amish Leute, mit welchen wir uns dann auch unterhalten. Diese sind ganz nett und interessieren sich vor allem dafür, ob sie in der Schweiz wohl noch Nachfahren haben. Ihre haben im 18. Jahrhundert im Aargau gelebt. Wir versuchen ihnen so gut es geht Auskunft zu geben, wissen leider aber auch nicht alles. Aber auf jeden Fall ist dies eine super Erfahrung für uns. Ihr Deutsch verstehen wir aber nur so halb, weshalb wir uns dann eben doch auf Englisch unterhalten.
Im Amish-Country
Washington D.C. ist eine ganz andere Geschichte. Dank der Hinterlassenschaft eines englischen Wissenschaftlers (James Smithson) zugunsten der USA mit dem Auftrag, dass Wissen vermehrt und verbreitet werden soll, wurden in D.C. viele Museen errichtet, deren Eintritte gratis sind. Das ist natürlich super für uns :-) Wir erkunden also alles Mögliche. Praktisch ist auch, dass diese ziemlich nahe beieinander sind und wir schnell von einem zum anderen wechseln können. Zu den spannenderen gehört das Engraving and Printing Museum. Hier kann man sich bei einer Tour erklären lassen, wie das Geld der USA gedruckt wird. Hier erfahren wir auch so richtig, das Geld stinkt ;-) Auf Adelines Frage wie sicher denn das Geld sei im Vergleich zu anderen Ländern, sagt er nur knapp „not so much“, also nicht so sehr. An den Eindollarnoten werde sowieso nichts gemacht, da sie mit denen keine Probleme hätten. Mal abgesehen, dass es für Ausländer ziemlich schwierig ist, die Noten auseinander zu halten… Zum Abschluss in D.C. schauen wir uns noch das Capitol an, also das Bundeshaus der Staaten. Auch hier gibt es eine Führung. Wir werden durch Sääle geführt, in denen einst der Senat und das Repräsentantenhaus getagt haben, bevor diese zu klein für die Anzahl Vertreter wurden. Die Verantwortliche erzählt uns zum Schluss noch, wie es am 11. September zu und her gegangen ist. Unvorstellbar wie die Leute hier Todesangst gehabt haben müssen!
Das Weisse Haus
Wir fahren nun wieder durch Pennsylvania Richtung Norden bis zum Staat New York, welcher an Kanada grenzt. Unterwegs übernachten wir auf den Parkplätzen der Walmart-Supermärkte (!!!) in unserem ungeheizten Campervan bei -10 Grad.

An der Grenze zu Kanada besichtigen wir noch die Niagara Falls. Diese sind tatsächlich, wie oft behauptet, viel schöner von der kanadischen Seite und dank der Kälte hält sich die Touristenschar in Rahmen.
Niagara Falls

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