Etappe 4 – Denali Highway

Cantwell – Brushkana Creek – Alpine Lodge – Tangle Lake – Paxson Lake

Der Denali Highway ist nach dem Denali National Park die erste Strecke, welche nicht durchgehend asphaltiert ist. Verschiedenste Leute haben uns bereits versucht zu erklären wie die Strasse dann etwa sein wird, ein richtiges Bild können wir uns trotzdem noch nicht ganz machen. Also fahren wir voller Spannung los und schauen was uns erwartet. Die ersten fünf Kilometer der Strasse sind asphaltiert danach beginnt die Schotterpiste, welche teilweise sehr gut und fast wie auf Asphalt zu fahren ist, teilweise aber sind die Steine so gross und der Schotter so tief, das wir nur langsam voran kommen. Ausserdem ist es wieder ziemlich heiss und wir sind froh, als wir endlich am Campingplatz ankommen. Bei unserer Mittagspause lernen wir noch Danny aus Deutschland kennen der im Moment in Vancouver Island wohnt. Er fährt den Rest der Strecke gleich mit uns mit. 
Danny auf der Schotterpiste verschwindet im Staub eines Fahrzeugs

Tags darauf geht es weiter auf der Schotterpiste. Sandra flitzt ganz schön den Berg runter und dann passiert was passieren muss. Sie fällt auf die Schnauze. Der Arm und das Bein werden ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise hat ein israelisches Pärchen im RV den Unfall gleich live miterlebt und kann Sandra bis zur nächsten Lodge mitnehmen. 
Sandra nach dem Unfall
Dort wird sie von der „Retired Nurse“ Marc wieder ein wenig zusammengeklebt. Zum Glück sind hier alle sehr nett und hilfsbereit! Adeline fährt die Strecke mit Danny weiter bis zur Lodge und kommt dort ein paar Stunden später fixfertig an.
Die Alpine Creek Lodge

Neuer Tag, neues Glück. Wir fahren weiter bis Adeline anhalten muss, da irgendetwas im Schutzblech zu klemmen scheint. Die Stelle wird etwas genauer unter die Lupe genommen und sehen, dass ein Teilchen vom Schutzblech das Rad berührt. Für die Schnellreparatur muss Duck Tape her um zu vermeiden, dass wir das Rad in der prallen Sonne abnehmen müssen. In nächsten Lodge fragen wir nach, ob sie wohl ein bisschen Verbandzeug für Sandras Verletzung haben. Ja klar haben sie. Sogar eine riiiiiiesen Tasche! Nur weiss keiner so genau wo jetzt was ist und überhaupt. Irgendwann finden sie dann doch noch was geeignetes und Sandras Verletzungen werden neu eingepackt. Ein Mann kommt zu uns und fragt ob wir denn noch weiterfahren heute, er könne uns sonst bis zum Tangle Lakes Campingplatz mitnehmen wenn wir wollen. Sandra nimmt das Angebot gerne an. Adeline gibt zunächst einfach ihr Gepäck ab und fährt noch ein Weilchen weiter. Leider hat sich das Gebastel vom morgen gelöst und nach einem Kilometer ist Schluss mit weiterfahren. Sandra und der Typ von der Lodge laden sie dann auch noch auf. Leider geht dabei ihr Rückspiegel verloren.

Die letzten 30km des Highways sind zum Glück wieder geteert. Die Fahrt ist nun wieder viel angenehmer als die letzten Tage. Als wir in Paxson eintreffen, erwarten wir eigentlich eine Tankstelle mit Laden. Leider gibt’s diese nicht mehr. Dafür steht am Strassenrand ein alter Wohnwagen bei welchem sie Thai Food verkaufen. Dass lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen.
"Tankstelle" in Paxson

Vollgetankt mit Energie geht’s zum letzten Campingplatz dieser Etappe. Dieser liegt direkt am Paxson Lake. Leider heisst das, nochmals zwei Meilen schlechte Schotterpiste. Dafür werden wir mit schönen Plätzen belohnt und nehmen sogleich noch ein Bad im bitterkalten Fluss. So schön!

Kommentare:

  1. Hej, Ihr Zwei macht ja Sachen. Passt auf euch auf und wir sehen uns in Whitehorse? Wann denkt ihr einzutreffen? Grüssli aus Haines Junction Flurina & Sam

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  2. Hi ihr Zwei,

    Glückwunsch für die gefahrenen 1000km!

    na schon ordentlich was erlebt?! Gibt's für Sandra etwa noch Stützräder? Sieht cool aus die Verletzung, kannst dich jetzt einen Road Warrior nennen:-)

    Coole Berichte übrigens, die Fotos natürlich auch. Wo bleiben die *SternenhimmellangzeitbelichtungenmitZeltimVordergrundbilder*?


    Ja das mit der Kamera ist schief gelaufen. Im Nachtbus zwischen Cusco und Puno. Hatte den Rucksack auf den Füssen. Als ich aufwachte, war der Rucksack komischerweise leichter. Hab nichts gemerkt..Wollte eigentlich den Dieben eine Medaille verleihen, so gut wurde ich noch nie beklaut!Na ja, die nächste Kamera werde ich wohl an den Körper nähen müssen:-)

    Ich habe die Mobiliar in der Tat nötig. "Diebstahl auswärts" nennt sich das. Ist leider nur auf 3000.- gedeckt. Solltet ihr also auch beklaut werden, so gebt der Versicherung an, ihr hättet im "Todeskampf" die Wertsachen abgeben müssen. Die Versicherung übernimmt dann Alles, weil es über den Hausrat geht, welcher viel höher ist:-)


    Also viel Spass noch und bis bald im Wald!

    Chrigu

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